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Orgeln im Baltikum
Baltisches Orgel Centrum Stralsund e.V.
Martin Rost

Orgelbarock in Vilnius

Ein Reisebericht



Einleitung

Nach mehreren Jahrzehnten sowjetischer Okkupation erlangte Litauen 1991 seine Unabhängigkeit zurück.

Nun war der Zeitpunkt gekommen, zahlreiche während der Sowjetzeit enteignete und zweckentfremdet genutzte Gotteshäuser den Kirchengemeinden zurückzugeben, die sie seitdem vielfach mit hohem Aufwand restauriert haben und wieder zu Gottesdiensten nutzen. Trotz der dramatischen und für die meisten Gebäude verhängnisvollen Geschichte sind in den Kirchen der Altstadt von Vilnius, die seit 1994 in die Welterbeliste der UNESCO eingetragen ist, eine Reihe von historischen Orgeln ganz oder teilweise erhalten geblieben. Die wichtigsten litauischen Orgelbauer des 19. Jahrhunderts, Jozef Rodowicz (litauisch - Juozapas Radavicius), Waclaw Biernacki und Florian Ostromecki, sind in der Hauptstadt mit wichtigen, gut erhaltenen Arbeiten, die den "romantischen" Orgelbau des Landes dokumentieren, vertreten. Das älteste und zugleich wertvollste Instrument ist die 1776 von dem Königsberger Meister Adam Gottlob Casparini für die Dominikanerkirche zum Heiligen Geist vollendete Orgel, die ohne Zweifel zu den kostbarsten Denkmalsorgeln Europas zählt. Aus dem 18. Jahrhundert sind in Vilnius jedoch noch weitere 11 Orgelgehäuse, zum Teil mit Restbeständen der ursprünglichen Werke, zum Teil Werke des 19. Jahrhunderts in teils ruiniertem Zustand umschließend, erhalten. In drei dieser barocken Gehäuse finden wir heute neue Instrumente. Die Besichtigung und Erfassung dieses Bestandes aus dem 18. Jahrhundert war Thema einer Studienreise, die der Verfasser in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Baltischen Orgel Centrums e.V. Stralsund gemeinsam mit Orgelbaumeister Kristian Wegscheider, Dresden, auf Einladung von Orgelbaumeister Rimantas Gucas, Vilnius, im Januar 2006 durchführte. Rimantas Gucas studierte Musikwissenschaft, arbeitete am Theater- und Musikmuseum in Vilnius und begründete im Jahr 1972 im Auftrag des staatlichen Denkmalpflege-Amtes in Vilnius eine Restaurierungswerkstatt für Orgeln, die er seitdem leitet. Er betrieb intensive Forschungen über die historischen Orgeln Litauens und inventarisierte den Orgelbestand. Unter seiner Leitung wurde eine Reihe alter Instrumente im Land restauriert, auch neue Instrumente, darunter als größtes Opus die Hauptorgel der Johanneskirche in Vilnius, entstanden.

Orgelbauer in Vilnius im 18.Jahrhundert


Im Zuge der Gegenreformation setzte im 17. und 18. Jahrhundert in Litauen, einhergehend mit der Gründung zahlreicher Klöster und Konvente, eine beispiellose Kirchenbautätigkeit ein. Religiöse Toleranz ermöglichte es in Vilnius andererseits gleichzeitig, dass sich reformierte und lutherische Gemeinden bildeten. Die gute Auftragslage im Orgelbauhandwerk - Folge der Zerstörungen des Nordischen Kriegs und des großen Instrumentenbedarfs für die vielen neu gebauten oder umgestalteten Kirchen - lockte im 18.Jahrhundert mehrere Orgelbauer in die Stadt. In Vilnius wurde der Orgelbau in jener Zeit dominiert von drei Familien, die aus Norddeutschland eingewandert waren, und sich alle zur lutherischen Gemeinde hielten. Es waren dies Gerhard Arend Zelle (gest.1761) und seine Sohn Michael (geb. 1738) sowie der Schwiegersohn Paul Gerhard (geb.1740), der aus Hamburg stammende Nicolaus Jentzen (gest.1791) und sein Sohn Friedrich (1764-um 1817) sowie der im mecklenburgischen Städtchen Schwaan geborene Joachim Friedrich Scholl (gest.1782). Gerhard Arend Zelle war nachweisbar Schüler des Königsberger Hoforgelbauers Georg Sigismund Caspari. Der Königsberger Meister Adam Gottlob Casparini (1715-1788) baute 1776 ein bedeutendes Werk für die Dominikanerkirche Vilnius, welches unverkennbar einen großen Einfluss, vor allem auf das Schaffen von Nicolaus Jentzen, ausübte, wie dessen im Originalzustand erhaltene Orgel in der Klosterkirche TytuvÄ—nai (1789, II/24) beweist. Der ebenfalls in Litauen tätige Königsberger Meister Johann Preuß (1722-1798) - in der Lutherischen Kirche von Kretinga blieb ein Instrument von ihm erhalten - nahm sich in geradezu verblüffender Weise Casparinis Prospekt in der Dominikanerkirche Vilnius für seine 1782 vollendete Orgel in der Löbenichtschen Kirche zu Königsberg zum Vorbild. So können wir sagen, daß die "Vilniuser Orgelbauschule" des 18.Jahrhunderts ganz wesentliche Impulse aus Königsberg empfangen hat, und die künstlerische wie technische Konzeption der litauischen Instrumente jener Zeit in enger Beziehung zum Orgelbau des alten Ostpreußen, insbesondere Königsbergs, steht. Mit der Zerstörung aller alten Orgeln Königsbergs und dem Untergang sämtlicher Instrumente des nördlichen Ostpreußen ("Kaliningrader Gebiet") ab 1945 ist diese einzigartige Orgelkultur, sieht man von wenigen bewahrten Instrumenten im jetzigen Polen einmal ab, nun allein in den erhaltenen Zeugnissen des barocken Orgelbaus in Litauen, vor allem in Vilnius, noch erlebbar. Orgelbarock in Vilnius ist daher gleichbedeutend mit Kulturerbe von ganz außergewöhnlichem Wert, welches der verantwortungsvollen Pflege, Wiederbelebung und Weitergabe an künftige Generationen bedarf. Nicht der richtige Weg zu einer lebendigen, eigenständigen Orgelkultur auf Basis der litauischen Tradtion ist gewiß der Ankauf und die Aufstellung von in Westeuropa ausrangierten, handwerklich und künstlerisch geringwertigen Instrumenten, wie dies vor wenigen Jahren in St.Kasimir in Vilnius geschah. Die dortige, aus Karlsruhe-Durlach übertragene Oberlinger-Orgel aus dem Jahre 1968 bleibt in ihrer Qualität selbst hinter den beiden etwa gleich alten Schuke-Instrumenten der Kathedrale und der Philharmonie weit zurück, ein Vergleich mit den erhaltenen historischen Instrumenten ist eher peinlich, das nachgestaltete Stumm-Gehäuse (das originale verblieb in Karlsruhe-Durlach) paßt weder in die Raumarchitektur noch zum Klang des Instrumentes. Eine Gefahr für die in desolatem Zustand überkommenen Orgeln oder Gehäuse des 18.Jahrhunderts bilden auch elektronische Instrumente, die zuweilen aus Kostengründen angeschafft werden, manchmal anstelle historischer Substanz treten oder Chancen für die Wiederherstellung alter Werke blockieren.

Künstlerische Konzeption der Instrumente


Betrachten wir die erhaltenen Instrumente und die historischen Quellen, so wird deutlich, daß die typische Orgel im Litauen des 18.Jahrhunderts ein etwa 7-15 Register umfassendes, einmanualiges Werk ohne Pedal war. Auffällig ist die stets reiche Besetzung der 4'-Lage mit 3 oder 4 Stimmen. Die Principalbasis ist der 8', in kleinen Räumen zuweilen der 4', das tiefste Principalregister steht im Prospekt. Die Instrumente sind meistens seitenspielig, einige hinterspielig. Zur Standardausrüstung eines jeden Werkes gehören Zimbelstern und Paukenthon (zwei schwebende Holzpfeifen), Spielregister, die sogar bis zum Ende des 19.Jahrhunderts in fast in keiner Orgel fehlten. Die Nordkapelle der Johanneskirche und die
Katharinenkirche in Vilnius erhielten im 18.Jahrhundert Orgeln dieses Typus. Große Instrumente mit zwei Manualen ohne oder mit freiem Pedal wurden vor allem in den Klosterkirchen, die stets auch Zentren besonderer Musikpflege waren, errichtet. Beispiele für große Werke mit reich besetztem Pedal in Vilnius sind die Werke von Casparini in der Dominikanerkirche und Jentzen in der Bernhardinerkirche.Die Instrumente

Dominikanerkirche zum Heiligen Geist

Die Orgel, heute bedeutendstes erhaltenes Instrument des 18. Jahrhunderts im gesamten Baltikum, wurde 1775-1776 von Adam Gottlob Casparini aus Königsberg erbaut, der außerordentlich qualitätvolle Skulpturenschmuck stammt von Anton Grossmann. Das Instrument blieb nahezu unverändert erhalten, vom Pfeifenbestand fehlt lediglich die im 19. Jahrhundert durch ein durchschlagendes Rohrwerk ersetzte Vox humana 8'. 2000-2001 führte Niclas Fredriksson im Auftrag des Göteborg Organ Art Center eine umfangreiche Dokumentation und Bestandsaufnahme der Orgel durch. Auf Basis dieser Dokumentation findet gegenwärtig unter Leitung von Rimantas Gucas eine vollständige Restaurierung des Instrumentes statt.

Disposition der Casparini-Orgel (1776)


Claviatura Prima C-c3

Borduna 16'
Principal 8'
Hohlflaut 8'
Qvintatena 8'
Octava Principal 4'
Flaut Travers 4'
Qvinta 2 2/3'
Super Octava 2'
Flasch Flöt 2'
Tertia 1 3/5'
Mixtura 5fach
Trompet 8'

Claviatura Secunda C-c3 (Pozytyff)


Principal Amalel 8'
Flaut Major 8'
Jula 8'
Unda maris 8'
Principal 4'
Spiel Flöt 4'
Flaut Minor 4'
Octava 2'
Wald Flöt 2'
Mixtura 4fach
Vox humana 8'

Pedall C-c1


Principal Bass 16'
Violon Bass 16'
Full Bass 12'
Octava Bass 8'
Flaut & Qvint Bass 8'
Super Octava Bass 4'
Posaun Bass 16'
Trompet Bass 8'

Bebny (Paukenthon)
Gwiazdy (Zimbelstern)
Vox campanorum (Glockenspiel c1-c3, spielbar von Claviatura Secunda)

3 Sperrventile
Coppel Claviatura Secunda zu Claviatura Prima

mechanische Schleifladen
6 Keilbälge

Stimmtonhöhe: Chorton

Bernhardinerkirche

Die jetzige Orgel, auf einer neuen Westempore 1766 von Nicolaus Jentzen (Jantzen, Janson) aus Vilnius erbaut, ersetzte ein im Hohen Chor befindliches Werk der 1. Hälfte des 17.Jahrhunderts, welches 1737 noch einmal überholt wurde. Sowohl dieses wie auch die Jentzen-Orgel sind in erhaltenen Archivalien sehr sorgfältig und ausführlich beschrieben. Von Jentzens Orgel blieb nur das außerordentlich schöne Gehäuse mit feinem Rokokoschnitzwerk erhalten. Passend zum Eschenholzfurnier der gesamten barocken, liturgischen Ausstattung der Kirche - Altäre, Kanzel, Beichtstühle - erhielt das Instrument eine Farbfassung, welche Eschenholzfurnier imitiert. Durch einen späteren Lacküberzug ist diese Fassung leider heute stark gedunkelt. Jentzens Orgelwerk selbst wurde am Ende des 19. Jahrhunderts durch ein neues, von Jozef Rodowicz erbautes ersetzt, welches mechanische Schleifladen und einen freistehenden zweimanualigen Spieltisch besaß und fast baugleich der originalgetreu erhaltenen Rodowicz-Orgel in St.Peter und Paul war. Bei diesem Umbau wurde das Gehäuse von 1766 etwas vorgezogen und links und rechts um je ein Pfeifenfeld erweitert. Das romantische Orgelwerk von Rodowicz ist durch die zweckentfremdete Nutzung der Kirche als Lagerraum und Werkstatt während der Sowjetzeit fast völlig demoliert worden. Sinnvoll erscheint es, in der nun von Franziskanermönchen betreuten Bernhardinerkirche das Orgelwerk Nicolaus Jentzens als Rekonstruktion im originalen Gehäuse wiedererstehen zu lassen. Die in der Größe vergleichbare, vollständig erhaltene Jentzen-Orgel in der Klosterkirche von TytuvÄ—nai (erbaut 1789) sowie die überlieferte detaillierte Beschreibung seiner Bernhardiner-Orgel bieten dafür beste Voraussetzungen.

Disposition der Jentzen-Orgel (1766)

Manual (I)

Pryncypal octo pedum
Bourdon 16 pedum
Salcynal octo pedum
Flet major octo pedum
Oktawa keturių pėdų
Quinta trijų pėdų.
Jula keturių pėdų.
Mixtura duorum pedum 10 eilių.
Trompet octo pedum.

Positiv, oder Manual minus (II)

Principal quator pedum.
Flet major octo pedum
Quinta Dena octo pedum
Unda maris octo pedum
Rorflet quator pedum
Nassat trium pedum
Oktawa duorum pedum
Sedecyma 1 ped.
Mixtura 4 eil.
Vox humana octo pedum
Klocken Szpiejl - 34 varpeliai

Pedal

Pryncypal octo pedum
Subbas 16 pedum
Salcybal Bass 16 pedum
Salcynal minor octo pedum
Oktawa quator pedum.
Durflet 1 ped.
Quinta trium pedum
Mixtura 10 eilių
Trompet octo pedum
Posaune 16 pedum
Kornet duorum pedum

3 Paukenthöne - 8 pedum, 12 pedum ir 16 pedum.
Cymbel Sztern
Kopel
Tremul
Kalkantenglöckchen

6 (Keil-)Bälge

mechanische Schleifladen

Kathedrale

Das heutige Rokoko-Orgelgehäuse schmückt die Kathedrale erst seit 1859 und stand zuvor in der Augustinerkirche zu Vilnius. Es gehörte es zu einem Orgelwerk, welches um 1780 von Nicolaus Jentzen geschaffen worden ist. Der später für das vergrößerte Orgelwerk erweiterte Prospekt hat ein Gegenstück in der 1783 ebenfalls von Jentzen erbauten und weitgehend im Originalzustand erhaltenen Orgel zu Budslaw/Weißrußland. Aus dem Jahre 1861 ist folgende Disposition überliefert:


Manual I

Bordun 16'
Pryncypal 8'
Flaut major 8'
Salicet 8'
Octava 4'
Flaut minor 4'
Fletravers 4'
Quinta 3'
Mixtura 3fach
Trompet 8'

Manual II

Flet major 8'
Quintadena 8'
Unda maris 8'
Pryncypal amabilis 4'
Jula 4'
Octava 2'
Flassflet 2'
Vox humana 8'

Pedal

Bordun 16'
Flaut major 16'
Pryncypal 8'
Salicet 8'
Flaut minor 4'
Trompet 8'

mechanische Schleifladen

In den Jahren 1885-1889 hat Jozef Rodowicz das barocke Orgelwerk durch ein neues, romantisches ersetzt, welches später von Waclaw Biernacki nochmals verändert und auf pneumatische Traktur umgestellt wurde. 1969 wurde in das Rokokogehäuse wiederum ein neues Instrument eingebaut, diesmal durch die Orgelbauanstalt Alexander Schuke in Potsdam. Die Kathedrale wurde in jener Zeit als Konzertsaal und Gemäldegalerie genutzt. Orgelbaumeister Hans-Joachim Schuke hat einige historische Register von Rodowicz in das neue Klangkonzept einbezogen. Die Schuke-Orgel ist in gepflegtem Zustand und muß zu den besonders gelungenen Werken der Potsdamer Werkstatt gerechnet werden.

Disposition der Schuke-Orgel (1969)

I.Manual

Bordun 16'
Prinzipal 8'
Rohrflöte 8'
Gamba 8'
Oktave 4'
Hohlflöte 4'
Quinte 2 2/3'
Oktave 2'
Cornett 3-5fach
Großmixtur 6-7fach
Kleinmixtur 4fach
Trompete 16'
Trompete 8'

II.Manual

Qintadena 16'
Prinzipal 8'
Koppelflöte 8'
Salizional 8'
Oktave 4'
Holzflöte 4'
Dulzflöte 4'
Sesquialtera 2fach
Waldflöte 2'
Nassat 1 1/3'
Mixtur 5fach
Zimbel 3fach
Bombarde 16'
Schalmei 8'

III.Manual

Gedackt 8'
Quintadena 8'
Prinzipal 4'
Rohrflöte 4'
Oktave 2'
Terz 1 3/5'
Quinte 1 1/3'
Oktave 1'
Scharff 4fach
Vox humana 8'

Pedal


Untersatz 32'
Prinzipal 16'
Subbaß 16'
Prinzipal 8'
Gedacktbaß 8'
Oktave 4'
Bauernflöte 2'
Baßzink 3fach
Mixtur 6fach
Posaune 16'
Trompete 8'
Clairon 4'

Koppeln II/I, III/I, I/P, II/P
2 Tremlanten (II und III)
Zimbelstern

mechanische Schleifladen
elektrische Registertraktur




St.Johannes

Die große Orgel der Johanneskirche gehört, wie die der Kathedrale, nicht zum ursprünglichen Inventar des Gotteshaues. Nicolaus Jentzen hat das Instrument 1765-1766 als großes, einmanualiges Werk mit freiem Pedal und 22 Stimmen, dazu Paukenthon und 2 Zimbelsterne, für Polock erbaut. Von dort wurde die Orgel 1834 nach Vilnius überführt und 1837-1839 von Theodor Tiedemann um zwei Manuale und 18 Register erweitert. Tiedemann vergrößerte dabei auch das Gehäuse im mittleren Bereich. Die auf diese Weise umgestaltete Orgel besaß 1861 folgende Disposition:

I.Manual


Pryncypal 8'
Quintadena 8'
Gamba 8'
Unda maris 8'
Quinta 6'
Octava 4'
Jula 4'
Flaut minor 4'
Octava 2'
Durflet 2'
Tercja 1 3/5'
Mixtura 4fach

II.Manual

Bordun 16'
Pryncypal 8'
Flaut major 8'
Gemshorn 8'
Violon 8'
Quinta dulcis 6'
Blockflet 4'
Gemshorn 4'
Octava 2'
Spielflet 1'
Trompet 8'

III.Manual

Flaut dulcis 8'
Rohrflet 8'
Geige 8'
Pryncypal 4'
Gemshorn 4'
Octava 4'
Quinta dulcis 3'
Vox humana 8'

Pedal

Pryncypal 16'
Subbas 16'
Salicet 16'
Octava 8'
Fühlbas 8'
Flassinet 8'
Octava 4'
Mixtura 4fach
Pozaune 32'
Puzon 16'

(In der Quelle scheint die Zuordnung der Stimmen zu den Manualwerken fehlerhaft zu sein!)

Von diesem Orgelwerk verwendete Jozef Rodowicz lediglich einige Holzpfeifen, als er Ende des 19. Jahrhunderts ein völlig neues Instrument hinter den bestehenden Prospekt baute. 1948 wurde die Kirche von den Sowjets geschlossen, die Orgel ist nach und nach abgetragen worden. Nach Rückgabe der Kirche an die Universität konnte 1972-1974 der barocke Orgelprospekt restauriert werden. 1983 begann Rimantas Gucas mit einem dem Gehäuse adäquaten, repräsentativen Orgelneubau. In mehreren Bauabschnitten konnte das dreimanualige, 64 Stimmen umfassende Instrument - heute die größte Orgel Litauens - als op.13 seiner Werkstatt (UAB Vilniaus vargonų dirbtuvÄ— – Vilnius-Orgelbauwerkstatt GmbH) bis 2000 fertig gestellt werden. Einige erhaltene Holzpfeifen von Casparini konnten in das neue Werk integriert werden, welches in seiner Konzeption unverkennbar auf den litauischen Orgelbau des 18.Jahrhunderts Bezug nimmt, jedoch sich auch nicht der Musik späterer Jahrhunderte verschließt.

Disposition der Gucas - Orgel (2000)

I Manualas - Hauptwerk (C-g³)

Principal 16p.
Principal 8p.
Salicional 8p.
Flauto major 8p.
Unda Maris 8p.
Octave 4p.
Salicet 4p.
Flauto minor 4p.
Quinte 3p.
Super Octave 2p.
Tertia 1 3/5p.
Sedecima 1p.
Mixtura 3-5f. 4p.
Bombarde 16p.
Trompete 8p.
Clairon 4p.

II Manualas – Schwellwerk (C-g3)

Bordun 16p.
Principal 8p.
Hohlflaut 8p.
Gemshorn 8p.
Violon 8p.
Vox coelestis 8p.
Octavflaut 4p.
Jula 4p.
Quinta dulce 3p.
Flauto 2p.
Flauto 1p.
Mixtura 4f. 2p.
Cornett 5f.
Basson 16p.
Trompete 8p.
Hautbois 8p.
Clairon 4p.

III Manualas - Oberwerk (C-g3)

Flauto major 16p.
Principal 8p.
Viola gamba 8p.
Flauto dulce 8p.
Rohrflaut 8p.
Octave 4p.
Gemshorn 4p.
Flauto 4p.
Quinte 3p.
Super Octave 2p.
Tertia 1 3/5p.
Quinte 1 1/3p.
Sedecima 1p.
Mixtura 3f. 1p.
Cymbel 3f.
Vox humana 8p.
Krummhorn 8p.

Pedalai (C-f¹)

Subbass 32p.
Principalbass 16p.
Majorbass 16p.
Salicetbass 16p.
Subbass 16p.
Violonbass 8p.
Füllbass 8p.
Flautbass 8p.
Flautbass 4p.
Mixtura 4f. 4p.
Posaune 16p.
Dulcian 16p.
Trompete 8p.
Trompete 4p.

Tympanum

Koppeln: II/I, II/III, III/I, I/P, II/P

mechanische Schleifladen
Temperierung nach Kirnberger III

St.Johannes, Kapelle an der Nordseite

In einer der reich ausgestatteten Kapellen an der Nordseite der Johanneskirche befindet sich ein kleines Orgelwerk, welches 1778 als seitenspieliges Brüstungspositiv von unbekanntem Erbauer geschaffen wurde und um 1900 durch ein kleines romantisches Werk ersetzt wurde. Vom ursprünglichen Werk war nur noch das Obergehäuse mit den originalen Registerbeschriftungen der an der Südseite erhalten, als Rimantas Gucas als Op.1 seiner Werkstatt 1974 im vollständig ergänzten Gehäuse eine mechanische Schleifladen-Orgel rekonstruierte, und dabei der wiederhergestellten Originaldisposition eine Mixtur hinzufügte. Besonders eindrucksvoll gelang das Register Jula 4', eine stille, weich klingende, enge Spitzflöte.

Disposition der Gucas-Orgel (1974, entspricht der Disposition von 1778, Mixtur 3fach hinzugefügt)

Manual (C-f3)

Principal [4’]
Flauto major [8’]
Qvinta [2 2/3’]
Iula [4’]
Flauto minor [4’]
Walflet [2’]
Octava [2’]
Mixtura 3 fach

Pedal (C-d1)

- angehängt an Manual -

mechanische Schleifladen

Manual (C-f3)

Principal [4’]
Flauto major [8’]
Qvinta [2 2/3’]
Iula [4’]
Flauto minor [4’]
Walflet [2’]
Octava [2’]
Mixtura 3 fach


Pedal (C-d1)

- angehängt an Manual -

mechanische Schleifladen


St.Georg

Die Kirche mit einer besonders schönen und vollständig erhaltenen Rokoko-Ausmalung dient seit vielen Jahrzehnten schon der litauischen Nationalbibliothek als Büchermagazin und ist nicht öffentlich zugänglich. Über dicht gestellten Reihen hoher Bücherregale mit Schätzen litauischer, polnischer, deutscher und jüdischer Literatur mehrerer Jahrhunderte erhebt sich ein wunderbar harmonisch gestalteter barocker Orgelprospekt der Zeit um 1750, der nach historischen Quellen aus der Kasimir-Kirche hierher übertragen wurde. Der Prospekt stammt vermutlich von Gerhard Arend Zelle aus Vilnius, aus dem Jahre 1861 ist für das Werk folgende Disposition überliefert:


I.Manual

Bordun 16'
Pryncypal 8'
Salcynal 8'
Gedakt 8'
Oktava 4'
Jula 4'
Flet minor 4'
Quinta 3'
Superoctava 2'
Tercja 1 1/3'
Mixtura 4fach

II.Manual


Flet major 8'
Quintadena 8'
Pryncypal 4'
Rohrflet 4'
Quint-Nassat 3'
Flassinet 2'
Spielflet 2'
Sedecima 1'
Mixtura 3fach

 


Zwischen 1932 und 1938 wurde das barocke Instrument durch ein neues, pneumatisches Werk der Firma Waclaw Biernacki aus Vilnius ersetzt. Bei diesem Umbau wurde wohl auch der Zugang zum freistehenden Spieltisch in der Mitte des Orgelgehäuses geschaffen. Die Biernacki-Orgel ist vollständig erhalten, aber verschmutzt und seit Jahrzehnten nicht gespielt, einige alte Register stammen noch aus der Barockorgel. Da es sich bei diesem Instrument um ein gut und komplett erhaltenes Beispiel des litauischen spätromantischen Orgelbaus handelt, sollte es dereinst in dieser Form erhalten und restauriert werden.

 

Disposition der Biernacki-Orgel (1932-1938)

I. Manual (C- a³)


Bourdon 16’
Pryncypal 8’
Silvestr. 8’
Holflet 8’
Oktawa 4’
Flet 4’
Mixtura 3 ch.
Oboj. 8’
Tremolo flet 4’

II. Manual

Pryncypal 8’
Gamba 8’
Aeolina 8’
Vox celest. 8’
Flet otw. 8’
Gedeckt 8’
Flet 4’
Picolo 2’
Tremolo flet 4’

Pedal (C- f¹)

Viol- Bas 16’
Sub- Bas 16’
Okt.- Bas 8’

Pedal M.I Pedal M.II M.II do I
Super M.I Super M.II do I Sub. M.II do I Super M.II
Aut. ped. Wolna komb. Rejestr. Ręcz.
Piano-M.Forte-Forte-Tutti-Cresc.

pneumatische Kegelladen

Magazinbalg mit 3 mittels Kurbel zu betätigenden Schöpfern im Treppenaufgang
freistehender Spieltisch mit Blick zum Altar


St.Nikolaus

Das Orgelgehäuse mit Rokoko-Schnitzwerk stammt aus der Zeit um 1770, der Erbauer des ursprünglichen, einmanualigen Werkes ist unbekannt. 1913 wurde das barocke Werk von Waclaw Biernacki durch das noch heute bestehende Instrument ersetzt, welches in gutem Zustand bis heute erhalten blieb.

Disposition der Biernacki-Orgel (1913)
                                                                                  
Manual (C - f³)

Bordun 16’
Pryncypal 8’
Gamba 8‘
Aeolina 8‘
Vox angelica 8'
Holflet 8'
Oktawa 4'

Pedal (C - d¹)

Subbass 16‘

Octav Coppel
Pedal Coppel M I
Tremolo
Tutti

pneumatische Kegelladen

Allerheiligenkirche

Auf der Westempore der Kirche, die während der Sowjetzeit als Folkloremuseum genutzt wurde, befindet sich ein sehr schön proportioniertes, für den Vilniuser Orgelbau der 2.Hälfte des 18. Jahrhunderts typisches Orgelgehäuse, welches ohne Zweifel ursprünglich eine große einmanualige Orgel auf Principal 8'-Basis beherbergt hat. Heute befindet sich hinter dem Prospekt ein störanfälliges, mehrfach umgebautes Instrument des 20.Jahrhunderts, dessen weitere Erhaltung nicht lohnt. Sinnvoll wäre hier der Neubau eines dem Gehäuse entsprechenden einmanualigen Werkes als eine freie Rekonstruktion nach Vorbildern der Zeit um 1770 aus Litauen, eventuell mit hinzugefügtem selbständigem Pedalwerk


St.Katharina

Die eindrucksvolle, 1741-1773 erbaute Barockkirche wurde während der Sowjetzeit zweckentfremdet als Lagerraum verwendet und dadurch im Innern verwüstet und schwer beschädigt. Gegenwärtig wird sie umfassend restauriert und soll zukünftig als Konzertsaal dienen. Auf der Westempore, der ehemaligen Nonnenempore, stehen die Reste der von Joachim Friedrich Scholl (Schell, Schöllen) und Ludwik Klimowicz aus Vilnius 1761 erbauten Orgel.
Das einmanualige, pedallose Werk besaß folgende Disposition:


Manual

Principal 8 ped. (Prospekt)
Flet major 8 ped.
Salicynal 4 ped.
Flet minor 4 ped.
Jula 4 ped.
Flet 4 ped.
Oktaw 4 ped.
Quinta 3 ped.
Super Oktawa 2 ped.
Mixtura 2 fach
Puleyson (?) 8 ped.

Spielanlage an der Rückseite



In das reizvolle, elegante Gehäuse hat vermutlich Jozef Rodowicz Ende des 19. Jahrhunderts ein romantisches, seitenspieliges Werk im Generalschwellkasten (Jalousien an der Ost- und Südseite) "eingeschoben", der Prospekt wurde zur stummen Fassade. Von diesem ebenfalls einmanualigen, pedallosen, und durchaus handwerklich solide gebauten Instrument sind noch Windlade (Schleiflade), einige Holzpfeifen, der Magazinbalg, die beschädigte Ton-und Registertraktur samt Spielschrank sowie die Spielregister Zimbelstern und Paukenthon erhalten. Einen Rest des Staffelbrettes der Scholl-Klimowicz-Orgel hat Rodowicz mit verbaut, es zeigt uns Teile von Registerschildern und vor allem die ursprüngliche, marmorierte Farbfassung des Orgelgehäuses . Die beste Konzeption für die Zukunft dieses Orgeltorsos wäre wohl die Trennung des 18. vom 19. Jahrhundert: Das romantische Instrument von Rodowicz, welche das Scholl-Gehäuse lediglich als vorgeblendete "Kulisse" benutzt, könnte aus diesem herausgerückt werden und, hinter der Barockorgel unsichtbar aufgestellt, komplettiert und originalgetreu rekonstruiert werden. Im Gehäuse von Friedrich Scholl würde die Orgel von 1761 mit ihren 11 Registern in der überlieferten Disposition und detailgetreu in der Bauweise der Vilniuser Orgelbauschule des 18. Jahrhunderts wiederhergestellt. Für die Funktion der Kirche als Konzertsaal stünden so zwei stilistisch unterschiedliche, qualitätvolle Orgelinstrumente zur Verfügung.

St.Theresa


Die St.Theresa-Kirche, neben der Ostra-Brama-Kapelle mit dem wundertätigen Muttergottesbild gelegen, besitzt ein Orgelgehäuse im Rokokostil, welches zu einem einmanualigen Orgelwerk eines unbekannten Erbauers aus der 2.Hälfte des 18.Jahrhunderts gehörte. Dieses Gehäuse wurde 1859 von dem Orgelbauer Mackiewicz in geschickter Weise beiderseits vergrößert, um dem Instrument ein großes, selbständiges Pedalwerk hinzufügen zu können. Im Stil der Gehäusearchitektur und der sehr qualitätvollen Schnitzereien hat sich Mackiewicz ganz dem Vorbild des Manualgehäuses angepaßt. Die erweiterte Orgel besaß 1861 folgende Stimmen:

Manual


Bordun 16'
Pryncypal 8'
Salicet 8'
Flaut major 8'
Quintadena 8'
Octava 4'
Flaut minor 4'
Quinta 3'
Superoctava 2'
Sedecyma 1'

Pedal

Pryncypal Bas 16'
Bordun 16'
Violon 16'
Octava 8'
Jula 8'
Salicet 8'
Quinta 6'
Octava 4'
Puzon 16'
Trompet 8'

1932 wurde das Instrument durch ein völlig neues, zweimanualiges Werk der Firma Waclaw Biernacki mit pneumatischer Traktur ersetzt, welches inzwischen auf elektropneumatische Traktur umgebaut und mehrfach in der Disposition geändert worden ist. Ein Teil der Prospektpfeifen des ehemaligen Manualgehäuses und einige Innenpfeifen könnten noch aus dem 18.Jahrhundert stammen. Mit Ausnahme einiger weniger klangschöner Biernacki-Register, darunter eine seltene Labial-Klarinette 8', ist das störanfällige und zusammengebastelt wirkende Instrument nicht erhaltenswert. Ein hochwertiger Neubau unter Einbeziehung vorhandenen, historischen Pfeifenwerkes wird hier langfristig unumgänglich sein.

St.Philippus und Jacobus

Diese Kirche, in der Sowjetzeit als Kulissenmagazin des Opernhauses zweckentfremdet genutzt und dabei im Innern eines großen Teils der Kunstwerke beraubt, wurde in den vergangenen Jahren vollständig restauriert. Auf der Westempore steht ein stark beschädigtes Orgelwerk Das Gehäuse aus der 2.Hälfte des 18. Jahrhunderts umschloß, nach einer Beschreibung von 1820, ursprünglich ein 11stimmiges einmanualiges, pedalloses Instrument mit seitlicher Spielanlage. Ende des 19.Jahrhunderts ersetzte Jozef Rodowicz dieses Werk durch ein neues Instrument mit mechanischen Schleifladen, welches im Manual 10, im hinter dem Gehäuse angefügten Pedal 4 Register besaß. Der Magazinbalg war im Untergehäuse untergebracht. Die Tontraktur für die chromatische Pedallade verlief strahlenförmig. Rodowicz ' Manuallade ist der Tiefe des barocken Gehäuses angepaßt. Nach Ausplünderung zur Sowjetzeit sind von der Orgel nur noch Gehäuse und Windladen vorhanden. Bei einem Orgelneubau sollten diese Teile sorgfältig restauriert werden, sie bestimmen Größe und Konzeption des neuen Werkes. An dieser Stelle kann ein Instrument in der Tradition des alten Vilniuser Orgelbaus wiedererstehen.


Heilig-Kreuz-Kirche

Die Geschichte der Orgel der ursprünglich weit vor den Toren der Stadt gelegenen Heilig-Kreuz- oder Kalvarienberg-Kirche ist vergleichbar der der St.Katharina-Kirche: Hinter ein barockes Gehäuse setzte Ende des 19.Jahrhunderts Jozef Rodowicz ein einmanualiges, mechanisches Werk ohne Pedal, seitenspielig und im Generalschweller, welches in gutem und vollständigem Zustand erhalten geblieben ist. Der barocke Orgelprospekt, dessen nun stumme Pfeifen wohl noch original sind, wurde zur bloßen Fassade. Er ist ganz offensichtlich im Zuge dieses Umbaus auch verändert worden: nicht ursprünglich sind die von anderer Stelle hierher verbrachten geschnitzten Ohren an der vergitterten Vorderseite des Untergehäuses, und vermutlich auch diese selbst.

Disposition der Rodowicz -Orgel


Manual (C- f³)

Bordun 16’
Principal 8’
Gambe 8’
Hohlflöte 8’
Oktave 4’
Trompete 8’

Pedal (C- d¹)

- angehängt -

Cymbelstern
Paukenthon
Octavcoppel

mechanische Schleiflade
Generalschweller

Lutherische Kirche

Zur einheitlichen Barockausstattung der 1738-1744 neu gestalteten Kirche gehörte auch ein von Gerhard Arend Zelle errichtetes Orgelwerk. Wie das übrige Inventar der Kirche, so ging auch diese Orgel 1944 als Kriegsopfer verloren, als die Kirche ausbrannte. In der Zeit der sowjetrussischen Okkupation wurde die Kirche mit einer Zwischendecke unterteilt und als Turnhalle umgebaut. In den vergangenen Jahren hat die lutherische Gemeinde in Vilnius die Kirche mit ihrer Ausstattung mustergültig rekonstruieren lassen. Die Werkstatt von Rimantas Gucas hat in Anlehnung an die Gestaltung der Zelle-Orgel 1995 bereits ein neues Orgelgehäuse angefertigt und auf der Empore aufgestellt. Dieses "neue" Barockgehäuse wartet nun auf den Einbau eines dem akustisch besonders schönen Raum angepaßten Klangwerkes, was gewiß auch musikalisch an die große Epoche des Orgelbarock in Vilnius und die Meister Casparini, Scholl, Zelle und Jentzen anknüpfen sollte.

Wilkommen  
  Herzlich Wilkommen auf der Internetpräsenz des Baltischen Orgel Centrums e.V.